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Kulturverein Kunst, Konflikte und Utopien

Feminist Space Invaders

Warum brauchen wir emanzipatorische Orte kollektiven Zusammenkommens? Eine Feministische Kneipe und Diskussion mit der offenen Frage an alle Frauen, Lesben, Trans- und Nichtbinären Personen, was wir uns von dieser wünschen.

Feminist Space Invaders

Welche Bedeutung haben nichtkommerzielle Orte für feministische Kämpfe, Teilhabe & Vernetzung in einer Stadtgesellschaft?

Wofür braucht es emanzipatorische Orte und welche Rolle spielen sie angesichts der Tatsache, dass die meisten öffentlichen Räume einer Stadt mit einer klaren Nutzung gelabelt sind, sich in einem klaren (privaten) Eigentumsverhältnis befinden und meist auch klar einem Geschlecht zugeschrieben werden?

Was wünschen wir uns als Frauen, Lesben, Trans- und Nichtbinäre Personen von jenen Orten & Zusammenkünften, die versuchen, aus der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung auszubrechen oder diese kritisch hinterfragen?

Das gazometer als nicht-kommerzieller Ort der kulturellen & politischen Teilhabe versucht dabei praktische Gegenentwürfe zu einer patriarchalen und neoliberalen Stadtentwicklung und deren (Top-Down) Planungsprozessen zu geben. In kollektiven Aushandlungs- & Arbeitsprozessen, durch nicht-kommerzielle Veranstaltungen und die Einladung zum Mitmachen gestaltet das gazometer einen Kulturort, der gesellschaftliche Teilhabe & Mitgestaltung fordert und dadurch die bestehenden Eigentumsverhältnisse in Städten in Frage stellt.

Im Rahmen einer feministischen Kneipe möchten wir bei Getränken & Essen und mit Collage-Techniken ins Gespräch kommen. Bringt Eure eigenen Fragen mit oder kommt ins Gespräch über Fragen, die auch wir uns stellen.

Wir möchten diskutieren, welchen Effekt explizit feministische Spaces auf uns und unsere Kämpfe haben. Wir wollen in Frage stellen, ob und wenn ja, welche Legitimation gerade Räume haben, die explizit für einzelne Personengruppen ausgeschrieben sind und das in ein Verhältnis zum Stadtraum setzen.  Wem wird der öffentliche Stadtraum zugeschrieben? Wer nutzt Ihn und fühlt sich in Ihm sicher? Was können feminist spaces in diesem Zusammenhang leisten und was nicht?

Wie führt eine Raumaneignung zu einer größeren, übergreifenderen Kritik der unterdrückenden Verhältnisse, in denen wir leben? Und wie lässt sich anhand der Notwenigkeit feministischer Räume die Eigentumsfrage stellen, wem die Stadt gehört und wem sie gehören sollte.

Warum überhaupt feministische Kneipe? Brauchen wir dieses Label?

Was wünsche ich mir vom Zusammenkommen bei der Feministischen Kneipe?

Was möchte ich hier verhandeln? Über welche Themen möchte ich sprechen?

Brauchen wir überhaupt (feministische_diskriminierungssensible) Schutzräume_Safer Spaces?

Welche Rolle spielen Orte wie das gazometer für (m)eine emanzipatorische Praxis?

Was ist an nicht-kommerziellen Räumen wie dem gazometer feministisch?

Warum brauchen wir Orte feministischer Kollektivität und welche Wünsche richten wir an sie?

Was und wessen Lebensrealitäten denkt eine „professionelle“ Stadtplanung mit, wen nicht?

Kooperationspartner:
Das gazometer-kollektiv begreift sich als emanzipatorisches Arbeitskollektiv und Projekt für Kunst, Kultur & Politik. Das bedeutet, dass wir sowohl intern in unseren Organisationsstrukturen nach feministischen Grundsätzen arbeiten als auch mit unserem Programm nach Außen emanzipatorisch & gesellschaftskritisch in die Stadtgesellschaft Münsters hineinwirken wollen.

Termin: Fr, 03.12.21 ab 19:00

Ort: gazometer - soziokulturelles Zentrum in Münster, Boelkeweg 1-3, Eingang am pinken Tor 

Keine Anmeldung nötig

Kunst, Konflikte & Utopien

Demokratische Kultur- und Workshoptage für junge Menschen im Zeitraum Mitte November bis Anfang Januar in Münster. Teilnahme kostenlos nach 3G-Regeln.

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