Der Hill-Speicher

Die B-Side befindet sich in einem alten Speichergebäude am Münsteraner Hafen. Dieser „Stadthafen I“ ist ein an den Dortmund-Ems-Kanal angeschlossener Binnenhafen und wurde 1899 eröffnet. Im Gegensatz zu einem Großteil des Hafengebietes wurde der in den 20er Jahren errichtete Hill-Speicher im zweiten Weltkrieg nicht zerstört und ziert seitdem das Südufer mit seinem Backstein- Doppelgiebel, typisch für die in die Tiefe angelegten Lagerhallen.

Die Nachkriegszeit

Im Laufe der 50er Jahre wurde der Komplex um eine Leichtbauhalle an Stelle des Innenhofes erweitert, sowie zur Straße hin durch einen zweigeschossigen Flachbau mit LKW-Anlieferungs-Rampe ergänzt. Das Nachbargrundstück lag zunächst als Grünfläche brach, wurde aber in den letzten Jahren von den Stadtwerken als Stellplatz eingezäunt und genutzt. Die darauf befindliche Schüttvorrichtung aus Beton wird liebevoll „Schildkröte“ genannt und prägt neben dem „Elefanten“ und der Krananlage „Giraffe“ nunmehr das Bild des Hafens.

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Vogelperspektive aus süd-östlicher Richtung: der Hill-Speichers nebst benachbartem Grundstück, im Kontext von moderneren, geschlossenen Lagerhallen der Firma Lehnkering, am Mittelhafen in Münster.
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Das Ende des Erbpachtvertrages

Ursprünglich wurde der Speicher von der Hill-Gruppe, dem Vorfahren der Supermarktkette REWE, erbaut und genutzt. In den letzten Jahren des nun zum Ende 2016 auslaufenden Erbpachtvertrages von den Stadtwerken Münster an die REWE-Gruppe, nutzte der Erbpachtnehmer keine Räumlichkeit mehr selbst. Die Flächen wurden an Pächter weitervermietet, so dass diverse, terminierte Zwischennutzungen enstanden.

 

„Weiterlesen: „Die Anfänge der B-Side“

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