Kernanliegen & Raumprogramm

Räume für Synergien

Die genauen Grundrisse stehen zur Zeit noch nicht fest und sind im Vorentwurfsstadium — unter Berücksichtigung von Drittverwertungen sollen die zukünftigen Mieter*innen das Raumprogramm zusammen entwickeln und auf ihre Bedarfe abstimmen. Vorrangig betrachtet werden Projekte, welche einen gemeinnützigen Baustein in das Raumprogramm einfügen.

Grundsätzlich verstehen wir uns als „Gewächshaus der Ideen“, wobei wir hierfür zwar den Grundstein in Form eines „Nährbodens“ legen wollen, jedoch den zukünftigen Mieter*innen die genaue Ausgestaltung überlassen wollen. Wichtig sind uns dabei vor allem auch Begegnungsräume zwischen den Büros, welche einen persönlichen, kreativen und professionellen Austausch ermöglichen.

raumprogramm_780px

Nutzungen im Haus

Die B-Side soll sich den Hill-Speicher mit dem RVM, dem Ruderverein Münster von 1882 e.V., teilen. Dieser kommt im Großteil des Erdgeschosses, auf ca. 1500m2 unter. Für seine Bootshalle plant er den Abriss der zentralen Leichtbauhalle, welche mit einer Dachterrasse neu errichtet werden und so der B-Side eine über 500m2 große Aussenfläche schaffen soll. Im Erdgeschoss soll die B-Side einen repräsentativen Aufgang im linken Giebel der Wasserseite, einen Haupteingang seitens des Vorplatzes sowie eine 340m2 große Fläche seitens der Straße Am Mittelhafen erhalten. Hier sollen Werkstätten ihren Platz finden. Möglich sind hier u.a. ein FabLab oder auch die geplante Vinylpresse eines lokalen Unternehmens. 

Die öffentlichen Veranstaltungsflächen von ca. 250m2 befinden sich im ersten Stockwerk mit Blick auf den Hafen und die Dachterrasse. Sie sind an eine Küche und Theke angeschlossen. Ein separater Konferenzraum von 90m2 ist für Interne sowie Externe bereit gehalten. Den Rest des ersten und zweiten Stockes belegen 1300m2 Büro- und Atelierflächen für Kreative. Hier sollen ebenfalls —in räumlicher Nähe zu den öffentlichen Flächen —Initiativen und Vereine einen Arbeitsraum vorfinden.

Die Grundfläche des Gebäudes beträgt 2170m2. Insgesamt belegt die B-Side im EG, OG und DG 2800m2 BGF, der RVM im EG 1650m2 BGF. Die benötigten Stellplätze werden voraussichtlich auf den Freiflächen, neben dem Rüstplatz des Rudervereins, nachgewiesen.

Die Kernanliegen

Die B-Side soll ein selbstverwalteter Ort sein — sozial, gemeinnützig und selbst-tragend.

Wir treten ein für nachhaltig bezahlbare Arbeitsräume für Kreative (angestrebt sind 8€/m2 nettokalt), für Mieten welche sich am Gebäude und entsprechend anfallenden Kosten, nicht jedoch am Markt oder Profitspannen orientieren — für sichere Werkräume statt prekärer Zukunftsperspektiven.

Durch die Selbstverwaltung sollen die zukünftigen Mieter*innen befähigt werden, das Projekt B-Side selbst zu steuern und zukünftigen Begebenheiten anzupassen. Ein Raum für Projekte also, nicht ein vorgefertigtes Projekt.

Die öffentlichen kulturellen Freiräume sollen ohne unangemessenen finanziellen Druck funktionieren. So ist sichergestellt, dass auch kleine Projektinitiativen mit einem guten Konzept aber ohne nennenswerte finanzielle Mittel einen Raum finden und die Stadtgesellschaft bereichern können. Ob Kunstausstellung, Theateraufführung, Konferenzreihe, Slam oder Konzert — die B-Side möchte eine Bühne für Ideen, Passionen, Wissen, Begegnungen, Auseinandersetzungen und Kreativität in all ihren besonderen und auch mal alltäglichen Formen sein. Der solidarische Mietzins für den Kulturverein, welcher diese Räume verwalten soll, (angestrebt sind 4€/m2 nettokalt) soll also ein nicht-kommerzielles Kulturprogramm ermöglichen.

Durch die Verknüpfung von Werk- und Ausstellungsraum schaffen wir eine Grundlage für unseren Kulturbetrieb. So können wesentliche Impulse schon von den potentiellen Nutzer*innen im Haus und ihren sozialen Vernetzungen ausgehen.

Weiterlesen: „Trägerschaftskonzept & Finanzierung“

Diesen Beitrag empfehlen: