Lena Dues – Trinkhalle

Die Trinkhalle als Ursprung von Büdchen, Kiosk oder Späti stammt aus dem Ruhrgebiet und ist der konzeptuelle Ausgangspunkt der Künstlerin. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden Trinkhallen überall dort wo Zechen- und Fabrikarbeiter lebten, um diese mit alkoholfreien Getränken zu versorgen. Damals musste das Leitungswasser vor dem Verzehr abgekocht werden, weshalb die Arbeiter vorwiegend Bier und Schnaps tranken. Ausgehend von ihrer ursprünglichen Funktion, dem Eindämmen des umsichgreifenden Alkoholismus, entwickelte sich die Trinkhalle mit ihren regionalen Varianten zum soziokulturellen Schlüsselort in ganz Deutschland. Die Reklamefähnchen, die – schon aus der Ferne erkennbar – zum Konsum verlocken sollen, sind zu ihrem Symbol geworden. Angehäuft und verdichtet entsteht am Hansaring eine surreale, ortsspezifische Installation, die das ehemalige Arbeiterviertel als buntes, vielfältiges Viertel mit einer großen kulturellen Relevanz widerspiegelt. Darüber hinaus können die Fahnen als Zeichen gegen Gentrifizierung, Verdrängung und für den Erhalt von kleinen Läden, bestehenden Strukturen und kulturellen Initiativen gelesen werden.

Die selbstentworfenen Fähnchen halten ihr Werbeversprechen nur bedingt und somit rückt deren schmückende Eigenschaft in den Vordergrund und prägt das Straßenbild für die Tage des B-Side Festivals.

Slot

Freitag, 20.09.2019 ab 16:00h @ Hansaring

Samstag, 21.09.2019 ab 16:00h @ Hansaring

Web

http://www.lena-dues.de/

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