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Aus aktuellem Anlass folgt hier die Pressemitteilung der B-Side vom 10.12.2019:

B-Side – Quo Vadis?

Planungsdezernent Robin Denstorff setzt eigenes Modell im Stadtrat durch

Nach vier Jahren gemeinsamer Planung hat das Projekt B-Side in der vergangenen Haupt- und Finanzausschuss Sitzung eine unerwartete Wendung erfahren. Das Vorhaben zur Sanierung des alten Hill-Speichers hin zu einem nicht-kommerziellen Quartiers- und Kulturzentrum wird ab sofort im Eigentum des Konzerns Stadt Münster umgesetzt. Dies auf Anraten des Planungsdezernenten Robin Denstorff. Die Initiative wurde in diese Entscheidung nicht miteinbezogen.
Nachdem durch die ehrenamtliche Arbeit der Initiative ein bewilligungsreifer Förderantrag bei der Bezirksregierung eingereicht wurde, der Bauantrag gemeinsam mit dem Ruderverein und der Wirtschaftsförderung bei der Stadt eingereicht wurde und für das Vorhaben 600.000 € an Direktkrediten bei 220 Münsteranerinnen und Münsteranern eingeworben wurden, teilte das Dezernat für Planung nun überraschend mit, dass man diesen Weg nicht länger umsetzen werde.
Die Verwaltung unter Robin Denstorff möchte das Vorhaben in eigener Zuständigkeit und Verantwortung umsetzen und dazu den bereits eingereichten Förderantrag im Nachhinein modifizieren. Die hierzu notwendigen Veränderungen sollen von der Verwaltung erarbeitet werden. Mit der B-Side möchte man einen Vertrag ausarbeiten, welcher dem Projekt ein bisher nicht näher umrissenes Zugriffsrecht auf den Speicher gewährt. Dabei soll die Möglichkeit bestehen, in Zukunft Eigentum am Gebäude zu erwerben.

Angesichts der bisherigen Verträge und einer langjährigen gemeinsamen Entwicklung des von der B-Side erarbeiteten Antrags, unter Beteiligung der Wirtschaftsförderung, der Leitung des Förderprogramms des Heimatministeriums NRW sowie des Kultur- und Planungsamtes der Stadt, zeigt sich die Initiative überrascht: „In vier Jahren ehrenamtlicher Projektentwicklung haben wir in stetigem Austausch mit der Stadtverwaltung und mit der Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger gemeinsam neue Wege einer kooperativen Stadtentwicklung beschritten. Nun wurde der Plan von Herrn Denstorff in kürzester Zeit einseitig skizziert und überraschend ohne unsere Zustimmung durchgesetzt. Dank des Engagements aller Beteiligten konnten wir zeigen, dass eine bürgerschaftliche, gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung in der Lage ist, strukturelle Verantwortung für ein inklusives und weltoffenes Kultur- und Nachbarschaftsangebot zu übernehmen. Es ist zu befürchten, dass die Verwaltung hiermit einen Schritt zurück, vom Ermöglichen hin zum Regulieren geht. Was dies für die Umsetzung des Projektes und die bereits geleistete Arbeit bedeutet, bleibt die Verwaltung bislang schuldig. Es gibt keine verbindlichen Aussagen dazu, unter welchen Konditionen man sich eine Betreiberschaft durch die B-Side erhofft.”

“Unsere Initiative zeigt sich seit Beginn der Planungen im Jahr 2015 uneingeschränkt konstruktiv und kooperativ. Wir sind gespannt, wie der Beschluss nun umgesetzt werden soll, auch da hierzu unsere Zustimmung an den Nutzungsrechten notwendig sein wird. Es wird sich an der weiteren Entwicklung messen lassen, wie die Stadt auf eine kooperative Stadtentwicklung reagiert und ob wir unter diesen Bedingungen die B-Side als Haus von Vielen für Viele noch umsetzen können. Zum ersten Mal seit vier Jahren steht durch dieses Vorgehen nicht mehr nur das „Wie“ in Frage, sondern auch wieder das ‚Ob‘“, so der Vorstand der B-Side zu den aktuellen Entwicklungen.

– Pressemitteilung der B-Side vom 10.12.2019