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Vernissage und Filmvorführung
Die Hochland-Gemeinschaften der Cordillera Blanca im Herzen der peruanischen Anden gehören zu den am stärksten von der Gletscherschmelze betroffenen Regionen der Welt. Die globale Klimakrise hat zu tödlichen Gletscherseeausbrüchen und Lawinen geführt, die seit 1941 fast 25.000 Menschen das Leben gekostet haben.
Im November 2015 reichte der peruanische Bergführer Saúl Luciano Lliuya eine Klage gegen das deutsche Energieunternehmen RWE ein. Damals hätte er nicht gedacht, dass er so weit kommen und ein Stück Rechtsgeschichte schreiben würde. In seiner Klage fordert Saúl einen der größten Emittenten Europas auf, Verantwortung für die Klimakrise zu übernehmen und dazu beizutragen, seine Heimatstadt vor einer Flutkatastrophe zu schützen.
Über neun Jahre nach Klageeinreichung findet nun die mündliche Verhandlung am 17. und 19. März vor dem Oberlandesgericht in Hamm statt. Prozessbegleitend wird in der B-Side die Ausstellung “Salvemos los Andes - die Klimaklage von Saúl gegen RWE” von Alexander Luna und Germanwatch und dem B-Side Haus e.V. präsentiert.
Die Ausstellung bietet einen Einblick in die faszinierende Cordillera Blanca und die Krise, der sie infolge der globalen Erwärmung ausgesetzt ist. Saúls Klage gegen RWE ist eine der wichtigsten Initiativen für die Zukunft der Andengletscher und der von ihnen abhängigen Gemeinden und ein Ausdruck seines Kampfes für Klimagerechtigkeit.
18:00 Empfang zur Ausstellung von Alexander Luna, Dokumentar Fotograf aus Peru
18:30 Rückblick und Einordnung der Verhandlung im Fall RWE
19:00 Filmische Dokumentation von Alexander Luna zu Saúls Besuch in Deutschland